Visionsfindung mit Michael Kurth

Was willst du eigentlich? 

Vision war für mich lange Zeit ein Wort, eine Idee, die mich absolut überfordert hat. Das ist auch der Grund dafür, dass ich mit der FEMALE FUTURE FORCE anfangen musste, um mich letztendlich ernsthaft mit diesem Thema auseinanderzusetzen und mich meiner eigenen Vision auseinanderzusetzen. Die Sessions in Woche 1 haben mir geholfen die Angst vor der Vision für mein Leben zu verlieren und der Vision für mein Leben mehr Gestalt zu verleihen.

Ich möchte dich in den Prozess mit reinnehmen, den ich gegangen bin. Dir ein paar Übungen zeigen, die mir geholfen haben. Dir einige Fragen mitgeben, die ich mir gestellt habe. Sicher gibt es auch Fragestellungen, die offen bleiben. Es gibt Inspiration und Input, den du mir geben kannst. Deshalb freue ich mich super darüber, wenn du deine Gedanken zu diesem Thema mit mir teilst.

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Was ist eigentlich „Vision“?

Ich hab dir ja schon gesagt, dass ich ganz lange Angst vor dem großen und mystischen Thema „Vision“ hatte. Ich hatte Angst, dass meine Vision zu klein wäre oder dass ich ganz im Gegenteil von der Größe meiner Vision überfordert wäre, gelähmt und unfähig nur noch einen weiteren Schritt zu gehen. Dementsprechend hatte ich Angst schon mit der ersten Woche in diesem 52 Wochen andauernden Coaching zu scheitern. Auf den ersten Blick sind das nicht die besten Voraussetzungen sich mit seiner eigenen Vision auseinanderzusetzen. Das ist für mich ein Teil des Weges, den ich gehe. Der Weg ist mein Leben und ich habe mich in den Jahren, die seit meinem Abitur vergangen sind, über mehr und mehr Grenzen gewagt. Grenzen, die ich mir selbst auferlegt habe. So habe ich auch hier eine Grenze überschritten und habe mich meiner Vision gestellt.

So. Vision entmystifiziert: Vision ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wertesystem, das mir hilft Entscheidungen zu treffen. Vision ist nicht statisch, sonder verändert sich genauso, wie du dich veränderst. Was möchte ich? Wo will ich im nächsten Jahr hin? Wo will ich in den nächsten Monaten hin?

Fühlst du dich ein bisschen erleichtert? Vision ist dazu da, um mir zu helfen. Vision ist dazu da mir zu dienen. Sie ist also etwas, das für mich da ist und mich unterstützt. Warum solltest du Angst vor etwas haben, das ausschließlich da ist, um die zu unterstützen? Mir hat das eine riesige Last von den Schultern genommen und auch die Angst mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dennoch ist „Vision“ ein großer Brocken. Es lohnt sich das Ganze durch verschiedenen Übungen greifbarer zu machen und in umsetzbare Schritte herunterzureichen.

Die Schaukelstuhl-Übung

Stell dir mal vor: Du sitzt auf deiner Veranda  im Schaukelstuhl. Es geht dir gut. Du fühlst dich wohl, du bist zuhause. Du nutzt die Gelegenheit und schaust auf dien langes und zufriedenes Lieben zurück. Diese Übung viel mir leicht, denn ich liebe meinen Schaukelstuhl und ich liebe es mich einem wunderbaren Tagtraum hinzugeben. Also habe ich mich in meinen echten Schaukelstuhl gesetzt, ein Notizbuch zur Hand genommen und mir folgende Fragen gestellt.

Was ist in den letzten 85 Jahren passiert, das dazu geführt hat, dass du nun glücklich in deinem Schaukelstuhl sitzen kannst? – Zugegeben 85 Jahre sind eine lange Zeit. Da kann viel passieren. Es hat eine Weile gedauert, aber je mehr ich mich in die Situation hineinversetzt habe, desto klarer wurden die Schritte und Ereignisse von denen ich mir wünsche, dass sie in meinem Leben eintreten werden. Ich möchte viel gereist sein. Möchte Kulturen kennengelernt habe. Ich möchte immer viel gelesen haben. Ich möchte junge Frauen inspiriert haben, durch den Weg, den ich mir in meiner Karriere gebahnt habe. Ich möchte meine Form von mentaler Stärke gefunden haben. Einige dieser Punkte waren mir ziemlich schnell klar, andere Punkte haben mich überrascht, weil sie bislang unter der Oberfläche schlummerten und unbewusst Teil dessen waren, was ich mir für mein Leben wünschte.

Im nächsten Schritt wird es konkreter. Stell dir mal folgende Frage: Welche Momente waren ausschlaggebend, um dich an diesen Punkt zu bringen? An diesem Punkt wurde es für mich super interessant. Was mir einfiel, waren nämlich nicht nur Momente, die von jetzt aus betrachtet in der Zukunft liegen, sondern ich kennen auch jetzt schon Momente, die passiert sind und mich ein Stück näher an diesen zukünftigen Zustand heran gebracht haben. Für mich ein Zeichen, dass der Weg auf dem ich mich befinde, obgleich nicht konkret formuliert, mich zu meiner Vision führt.

Und so wurden die Fragen konkreter: Welche Schwierigkeiten gab es? Welche Hindernisse musstest du überwinden? Welche Menschen waren wichtig für deinen Weg?

Werde konkret.

Session für Session wurde das Konzept von Vision für mich konkreter. Von der allgemeinen „Lebens-Vision“ – dem Blick aus dem Schaukelstuhl zurück, begann ich Stück für Stück meine Vision in verschiedenen Lebensbereichen auf die nächsten 10 Jahre, das nächste Jahr, die nächsten 3 Monate zu konkretisieren. Je konkreter die Fragestellung wurde, desto konkreter wurde meine Vorstellung von dem was ich erreichen möchte. Es fühlte sich so aufregend an. Hatte ich noch bei 10 Jahren ein dumpfes Gefühl in der Magengegend, spürte ich bei meinen Plänen für die nächsten 3 Monate, wie meine Hände und Füße zu kribbeln anfingen und ich ganz hubbelig wurde. Das ist dann meine Abenteuerstimmung. So fühle ich mich, kurz bevor ich eine Grenze, die ich mir selbst gesetzt habe, überschreite.

Was habe ich Gutes mitgenommen?

In diesen ersten Coaching Session habe ich viel über mich selbst gelernt. Insbesondere, dass ich sehr rational bin und es gut tut diese Rationalität auch mal abzulegen. Vision ist für mich zu einem Gefühlsthema geworden. Ich habe dich Angst vor dem Thema ablegt und es in eine Form gebracht mit der ich langfristig arbeiten kann und möchte. Ich glaube es ist sinnvoll, dass du dich in regelmäßigen Abständen mit deiner Vision auseinandersetzt, denn so wie sich deine Lebensumstände verändern können, so darf sich auch deine Vision gemeinsam mit dir weiterentwickeln. Für mich sind diese ersten Sessions schon eine ganze Weile her, deshalb kann ich dir sagen, dass sich für mich in dem Dreiviertel Jahr, das seitdem vergangen ist einiges bewegt hat und ich bald mal wieder eine Runde im Schaukelstuhl zum Überprüfen und Justieren an meiner Vision einlegen werden.

 Was fiel mir schwer?

Nicht alles ist eitel Sonnenschein. Es gab Tage da habe ich das MacBook wieder zugeklappt und die Übung auf einen anderen Tag verschoben, weil ich eine riesige Blockade in meinem Kopf hatte, weil ich einen Klumpen im Hals stecken hatte und keine Ahnung hatte, wie ich das was ich mir Wünsche oder was ich Fühle in Worte fassen sollte. Ich kenne das, denn oft möchte ich alles jetzt oder am liebsten gestern. Ich darf lernen mir diesen Druck zu nehmen, den ich mir selbst auferlege. Im letzten Jahr habe ich immer mehr gelernt mir diesen Druck erst gar nicht aufzulasten und gnädiger zu mir selbst zu sein. Kennst du das? Diese überzogen hohen Erwartungen an dich selbst? Wie gehst du damit um.

Beppo der Straßenkehrer?

Ich möchte dir noch eine Figur aus einem wunderbaren Buch ans Herz legen. Das ist Beppo der Straßenkehrer aus dem Buch Momo von Michael Ende. Wenn eine scheinbar nicht zu bewältigende Aufgabe vor dir liegt, dann fragt dich doch mal: Was ist der nächste kleinstmögliche Schritt, um näher zu deinem Ziel zu kommen? In kleinen Schritten. Ohne dich zu überfordern. In kleinen Schritte ist – fast – alles machbar.

Hast du noch Fragen? Dann schreib mir gerne!