Gelesen | Gefährliche Geliebte – Haruki Murakami

Magst du die Bücher von Haruki Murakami? Was ist dein Lieblings-Murakami? Beides Fragen auf die ich bislang kaum antworten konnte, da ich bisher kein einziges seiner Bücher gelesen hatte. Das ändert sich mit einem Besuch bei der Familie meines Cousins in Chemnitz vor ein paar Wochen. Mit nach Hause nahm ich „Gefährliche Geliebte“ und den festen Vorsatz das Buch spätesten im bald anstehenden Urlaub zu lesen.

Inzwischen habe ich meinen ersten Murakami zu Ende gelesen und mir persönlich hat „Gefährliche Geliebte“ insgesamt schon sehr gut gefallen. Die Art und Weise wie die Geschichte erzählt ist, hat mir super gut gefallen und ich kann ein Stück weit sehr gut verstehen, warum so viele von euch die Bücher von Haruki Murakami so genial finden.

Die Geschichte an sich fand ich allerdings insgesamt etwas zu schräg und ich hatte Probleme so richtig in die Geschehnisse einzutauchen bzw. mich darauf einzulassen.

Mein Fazit: Bestimmt nicht mein letzter Murakami, denn der Schreibstil hat mich, trotz meiner Schwierigkeiten mit der Handlung, absolut gefangen genommen.

Jetzt bist du gefragt, geneigter Murakami Leser. Welches Buch von Haruki Murakami kannst du mir ganz besonders für meine nächste Lektüre empfehlen?

Gelesen | Die Geschichte des Wassers – Maja Lunde

In nannte meine Welt Erde, aber ich dachte eigentlich müsste sie Wasser heißen. – Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser.

Soweit der Klappentext zu einem Buch auf das ich seit „Die Geschichte der Bienen“ mehr als sehnsüchtig gewartet habe. Schon allein das Layout weckt meine Erinnerung an das Buch, das mich letztes Jahr so sehr in seinen Bann gezogen und mich bis heute nicht losgelassen hat.

Letztes Jahr die Bienen und nun dieses Jahr das Wasser. Beides sind Themen, die unsere Umwelt betreffen und beides sind Themen, die es wert sind angesprochen zu werden. Die Bienen und das Wasser – beide sind bedroht durch das was wir Menschen mit unserer Umwelt anstellen ohne Rücksicht auf sie zu nehmen.

In geübter Manier verwebt die Autorin die Schicksale aus zwei Zeiten miteinander. In Norwegen im Jahr 2017 lernen wir aus der Sicht einer in die Jahre gekommenen Umweltaktivistin über den Ist-Zustand und darüber wie sich die Situation in den letzten Jahrzehnten immer weiter verschärft hat. Der zweite Handlungsstrang ist im Jahr 2041 angesiedelt. In dieser Zeit sind die Menschen aus Südeuropa gezwungen aufgrund einer großen Dürre in Richtung Norden zu fliehen. Hier begleitet der Leser David und seine Tochter Lou auf der Flucht in Richtung Norden.

Ich habe dieses Buch super gerne gelesen, dennoch hinterließ es in mir nicht annähernd einen ähnlichen Eindruck wie „Die Geschichte der Bienen“. Ich denke das liegt an zwei Gründen. Erstens habe ich mich in der Vergangenheit bereits deutlich intensiver mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt, entsprechend war der Lerneffekt und auch der Eindruck den das Buch bei mir hinterließ nicht annähernd so groß, denn „Die Geschichte der Bienen“ brachte für mich einige neue fundamentale Erkenntnisse mit sich. Der zweite Grund ist, dass der gesamte Aufbau des Buches sehr an die Lektüre von letztem Jahr erinnert und ich somit darauf eingestellt war, dass die beiden Handlungsstränge gegen Ende des Buches auf irgendeine Art und Weise zusammenlaufen würden.

Maja Lunde verfasst ganz wunderbare Bücher zu Themen, die es mehr als verdienen auf diese Art und Weise mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Ich genieße ihren wunderbaren und durchdachten Schreibstil sehr.

Gelesen – Kennen Sie diesen Mann? – Carl Frode Tiller

Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? David hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht mehr, wer er ist. Deshalb stellt er Fragen. Und seine Freunde geben Antworten. Aber sind es die richtigen?

Am Anfang steht eine Zeitungsanzeige. David hat sein Gedächtnis verloren und auf seinen Aufruf hin, melden sich drei Personen, die in der Vergangenheit verschieden intensive Beziehungen zu ihm hatten: ein alter Freund, sein Stiefvater und eine alte Freundin aus Schulzeiten.

Die Geschichte wechselt für jeden Erzähler zwischen den Briefen, die sie an David schreiben und Schilderungen ihrer gegenwärtigen Situation ab. Für mich kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass ich in diesem Buch weit aus weniger über David erfahren würde als ich mir vorgestellt hatte. Viel mehr wird durch die Briefe an ihn offenbart, was der jeweilige Schreiber des Briefes vermitteln möchte. Wie weit das von der Realität entfernt ist? Interpretationssache. So wie auch unsere Wahrnehmung von Menschen und unseren Beziehungen zu ihnen sehr subjektiv ist und je mehr Zeit verstreicht, desto mehr romantisieren wir die Erinnerungen, die wir an eine Beziehung oder einen Menschen haben. Was bleibt also übrig von der tatsächlichen Erinnerung?

Und dann ist da natürlich noch der Unterschied zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Können wir von anderen wirklich so viel über uns selbst erfahren, dass wir uns wieder erinnern können? Ich bin mir sicher, dass das eine Wissenschaft für sich ist und da ich mich damit nicht auskenne belasse ich es dabei. Die andere Frage, die sich mir aufdrängt ist, ob in die Hinweise, die David von seinen Freunden und seiner Familie darüber erhält wer er war tatsächlich hilfreich sind. Denn wenn wir nur mal einen Augenblick lang ehrlich sind, dann wissen wir doch  gar nicht so sehr, was unsere Familie und unsere Freunde wirklich über uns denken oder wie sie uns wahrnehmen.

Gerade aus psychologischer Sicht, fand ich das Buch sehr interessant. Es hat sich wirklich gut durchlesen lassen, allerdings hat es mich nicht nachhaltig beeindruckt, insbesondere deshalb nicht, weil ich mir gewünscht hätte tatsächlich etwas von David über seine eigene Situation zu erfahren und vielleicht auch wie er auf die Briefe reagiert.

Gelesen | Dunkelgrün fast schwarz – Mareike Fallwickl

Ein Buch über das bereits vor dem Erscheinen super viel geschrieben wurde, habe ich mir direkt am Tag nach dem es erschienen ist gekauft, denn ich konnte es einfach nicht erwarten. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.

Das Buch greift ein Thema auf, dass oft untergeht, obwohl ich glaube, dass toxische Beziehungen, die von Manipulation und Machtspiele geprägt sind, sehr verbreitet sind und ich finde nicht, dass man die Augen davor verschließen sollte. Denn jeder von uns ist dafür verantwortlich auf sich aufzupassen und Grenzen zu setzen um sich selbst zu schützen. Das Buch lebt für mich von der Erzählweise. Immer wieder erfährt der Leser bruchstückhafte Fragmente, die sich schließlich zu einem fabelhaft schlüssigen Mosaik zusammensetzen. Ich war während des Lesens fast dauerhaft verwirrt und hätte mich oft mal gewünscht, dass jetzt kein Bruch in der Geschichte einer Person war und ich jetzt sofort erfahren könnte, wie es weitergeht, aber dem war nicht so und das ist gut so. Diese Geschichte hat bei mir Erinnerungen geweckt und Gefühle ausgelöst und Erkenntnisse freigesetzt, die mich noch lange begleiten werden, weit über dieses Jahr – für das dieses Buch schon ein klares Highlight ist – hinaus.

Ich weiß, dass der Trubel um dieses Buch in verschiedenen Menschen unterschiedliche Gefühle hervorruft. Ich will dazu auch wirklich nicht viel sagen. Dennoch weder die Autorin Mareike Fallwickl, noch das Buch selbst, können etwas dafür, dass das Buch bei so überdurchschnittlich vielen Lesern gut ankommt. Ich glaube nicht, dass ein Hype einem Buch gut tun oder schaden kann. Hier herrscht lediglich Freude darüber, dass dieses außergewöhnlich Buch von so vielen Lesern gemocht wird, denn in meinen Augen hat diese außergewöhnlich erzählte Geschichte diese Aufmerksamkeit mehr als verdient.

Also bitte: lasst doch den Hype einfach Hype sein und das Buch eben ein Buch. Mareike ist super sympathisch und ich freue mich auf alles was sie in naher und fernen Zukunft noch schreiben wird.

Gelesen | Meine Nachmittage mit Eva – Bärbel Schäfer

Nicht das erste Mal, dass ich euch mitteile wie sehr ich Literatur über den 2. Weltkrieg schätze. Die Thematik packt mich und durch dieses Buch ist mir wieder ein Stück weit klarer geworden, warum das so ist: Das gesamte Thema ist ohne Frage furchtbar und entsetzlich und eigentlich so grausam, dass es gar nicht in Worte zu fassen ist. Und gerade deshalb schätze ich all jene Menschen, die es schaffen diese Thematik in Worte zu fassen. Ein bisschen von dem Schmerz und dem Leid einzufangen. Und nicht nur das auch Hoffnung und Liebe und den Blick in eine Zukunft, die es wert ist weiterzukämpfen. Tag für Tag immer wieder neu.

Gelesen | Ganz für mich – tausend gute Gründe, das Alleinsein zu feiern – Idalia Candelas

Idalia Candelas hat mit diesem wunderschön illustrierten Buch eine Erinnerung daran geschaffen, dass Alleinsein mehr als okay ist. Denn heute gibt es für mich Tausend Gründe mein Alleinsein zu feiern. 

Gelesen|Bilder deiner großen Liebe – Wolfgang Herrndorf

Wie dieses Buch zu mir gekommen ist. Eine Empfehlung in einem Livestream – ein Besuch in meiner liebsten Buchhandlung. Nein, eigentlich 3 Besuche in meiner liebsten Buchhandlung, denn ich verschenkte dieses Buch 2 Mal bevor ich es schließlich für mich selbst kaufte. Nach der Lektüre von „Tschick“ konnte ich dann nicht anders und musste direkt „Bilder deiner großen Liebe lesen“ – ich konnte einfach nicht anders.

Gelesen | Tschick – Wolfang Herrndorf

Mein erstes Buch von Wolfgang Herrndorf. Tschick ist auf einem ganz besonderem Weg in meine Hände gefunden. Denn aufmerksam geworden bin ich auf Wolfgang Herrndorf durch einen Livestream der wunderbaren Buchhandlung ocelot aus Berlin (ich war selbst noch nie dort, aber die Livestreams lassen meine Wunschliste permanent länger werden). Das Buch wurde mit letztendlich von der lieben Simone zugeschickt, die das Buch einer Freundin schenken wollte, die das dann allerdings nicht haben wollte. Und so kam es diese Woche mit der Post an und innerhalb von zwei Tagen hatte ich es zu Ende gelesen.

Gelesen|WHEN WE WERE ALIVE – C.J. FISHER

Ein paar Worte vorab: Ich wäre selbst nie auf die Idee gekommen mir dieses Buch zu kaufen. Ich hätte es nicht auf dem Schirm gehabt – es wäre nie in meine engere oder auch nur weitere Auswahl gekommen. Umso dankbarer bin ich, dass sich dieses Buch in meinem Päckchen unseres diesjährigen Bücherwichtelns befand.

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Ausgewählt hat das Buch Sophia (schaut gerne mal bei ihr vorbei: https://www.instagram.com/pfirsichfuchs_liest/) und ich habe dann auch ziemlich schnell angefangen darin zu lesen, denn die empfehlenden Worte auf der beiliegenden Postkarte in Verbindung mit dem Klappentext haben in mir ein großes Interesse and diesem Buch geweckt.

Gelesen | Die Bücherdiebin – Markus Zusak

Die Bücherdiebin von Markus Zusak ist eines der Bücher, die sich ganz fest in meinem Herzen eingenistet haben und da auch nicht mehr weggehen werden. Ich konnte lange nicht sagen, warum mich dieses Buch so fasziniert, aber inzwischen – einige Jahre und Rereads später – kann ich meine Gefühle dazu besser einordnen.

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Da ist auf der einen Seite diese Anziehungskraft, die Bücher in Verbindung mit dem Zweiten Weltkrieg grundsätzlich auf mich haben. Warum das so ist? Keine Ahnung. Aber es stimmt. Bücher, die sich mit dieser Zeit und den Schicksalen der Menschen, die darin lebten befassen, finden immer wieder ihren Weg in meine Hände und so auch dieses Buch.