Ausgelesen & Angelesen | Januar 2018

Heute Abend wurde gekocht und gelacht. Viel gelacht. Den Abend habe ich mit einer Freundin verbracht und es hat mir sehr gut getan. Der Januar sagt heute Abend ‚Gute Nacht‘ und morgen ist dann schon Februar. Ich frage mich wo diese 31 Tage Januar hin sind und warum die Zeit wie im Flug vergeht. Für mich ist die Frage eher rhetorischer Natur, denn ich weiß sehr genau womit ich meine Zeit verbringe oder eben nicht. Lange Tage im Büro sind ganz normal und die Zeit drumherum ist auch begrenzt. Aber wem erzähle ich das?

Der kleine Blog hier besteht seit inzwischen einem Monat und ich habe einige Dinge darüber gelernt wie ich das hier gestalten möchte und wie nicht. Ich merke immer mehr mit welchen Formaten ich ich wohl fühle und was mir nicht so gut gefällt.

Was mir allerdings auf euren Blogs schon immer gut gefällt sind die Lesemonate. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr ich diese komprimierten Zusammenfassungen und Resümees liebe. Ich liebe es sie zu lesen und ich glaube ihr werden sie hier nun auch regelmäßig vorfinden.

Ich nenne die Rubrik ‚Ausgelesen und Angelesen‘ – Ersteres ist absolut klar und Letzteres gehört auch dazu, denn auch wenn ich etwas monatsübergreifend lese, möchte ich es auch zum Stichtag nicht vorenthalten. Spricht da der BWLer aus mir? Monatsabschluss und Umsätze periodengerecht abrechnen? So. Aber ich möchte nicht abschweifen. Zurück zum Thema.

Zum Thema ‚Hörbücher‘: Interessieren euch die Hörbücher, die ich gehört habe? Ich höre sie hauptsächlich zum Autofahren/Einschlafen/Putzen, deshalb geht für mich immer ein bisschen Inhalt verloren, wenn euch dennoch interessiert, welche Hörbücher ich zu diesem Zweck besonders gut empfehlen kann, meldete euch gerne bei mir, dann würde ich auch dazu mal etwas schreiben, aber direkt in den Monatsrückblick werde ich es nicht aufnehmen.

Genug Vorwort für heute, hier folgt zum ersten Mal hier und für euch: Ausgelesen und Angelesen | Januar 2018:

Das literarische Jahr begann für mich mit dem Buch unserer Bücherwichtel Aktion aus dem Dezember 2017. Über die Feiertage und der für mich freien Zeit habe ich When We Were Alive von C.J. Fisher gelesen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich dieses Buch mir unter normalen Umständen nie in die Hand gefallen wäre und umso mehr freut es mich, dass diese außergewöhnliche englischsprachige Geschichte mich sprachlich absolut umgehauen hat. Bewerten würde ich das Buch nach meinem neuen Bewertungssystem (das könnt ihr übrigens in meinem Sonntagskaffee nachlesen) einordnen wie Kaffee mit Milch und Zucker.

Weiter ging es dann mit Tschick von Wolfgang Herndorf – was für eine außergewöhnliche Geschichte – wunderbar geschrieben, schräge und außergewöhnliche Charakter. Das Buch lebt für mich von der Perspektive des Erzählers und der außergewöhnlichen einfachen und doch so gut konstruierten Sprache. Auf den ersten Blick mag diese Geschichte einfach wirken, aber unter der Oberfläche dieses Buches versteckt sich vieles, dass man auf den ersten Blick vielleicht nicht erahnen kann. Also definitiv ein Buch für die Bewertungs-Kategorie Kaffee mit Zucker und extra viel Milchschaum.

Bilder deiner großen Liebe von Wolfgang Herndorf war der eigentliche Grund dafür, warum ich vorher Tschick gelesen habe, denn man sagte mir, dass die Protagonistin schon in Tschick vorkommt und es nicht schaden würde es vorher zu lesen. Also gesagt getan. Dieses Buch habe ich in einem der wunderbaren Livestreams der Buchhandlung Ocelot auf Instagram entdeckt und fand den Eindruck der vermittelt wurde einfach super vielversprechend. Ein ganz besonders Buch und trotz des Umstandes, dass es  eine unvollendete Erzählung ist, habe ich mich in dieses Buch verliebt. Auch dieses Buch ist einzuordnen in Kaffee mit Zucker und extra viel Milchschaum.

Immer wieder zieht es mich hin zu Büchern, die thematisch mit dem 2.Weltkrieg verbunden sind. Meine Nachmittage mit Eva von Bärbel Schäfer  fällt in genau diese Kategorie. Eher sachbuchartig erzählt die Journalistin von ihren Begegnungen mit der Holocaust – Überlebenden Eva, ihren eigenen Erfahrungen mit einer totgeschwiegenen NS-Vergangenheit und der Verbindung zum Judentum durch ihren Ehemann. Die Thematik hat mich sehr angesprochen, allerdings konnte mich das Buch nicht richtig überzeugen. Es gab Kapitel, die irgendwie fehl am Platz wirkten. Trotzdem zieht mich diese Thematik immer wieder an und ich finde es für mich wichtig über dieses Thema zu lesen, dass so schwer in Worte zu fassen ist. Insgesamt also ein Buch in der Bewertungskategorie Kaffee mit Milch.

Ganz für mich – tausend gute Gründe das Alleinsein zu feiern von Idalia Candelas  besticht durch wunderbare Illustrationen und sorgfältig ausgewählte Denkanstöße zum Thema Alleinsein. Im ersten Teil geht es um die guten Seiten des Alleinsein und im zweiten Teil um die eher nicht so angenehmen Seiten. Ich würde dieses Buch besonders gerne meinen schon in lange in Beziehungen lebenden Freunden in die Hand drücken. Bewerten würde ich es ingesamt als Kaffee mit Milch und Zucker.

Aktuell lese ich parallel in Die Seiten der Welt von Kai Mayer und in Olga von Bernard Schlink. 

‚Die Seiten der Welt‘ war schon lange überfällig und nachdem ich schon so viel Gutes von euch darüber gelesen habe, freue ich mich wahnsinnig darüber wie wunderschön diese Geschichte erzählt wird in der es um die Liebe zu Büchern geht. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Bücher in denen es um Bücher geht haben einen besonderen Platz in meinem Herzen. Bisher habe ich etwas mehr als die Hälfte gelesen und freue mich schon auf die nächsten Seiten.

‚Olga‘ habe ich am Wochenende angefangen zu Lesen und ich bin schon jetzt verliebt in die Leichtigkeit des Erzählten und in den Charakter von Olga und den gesamten Aufbau der Geschichte. Mit gefällt es insgesamt sehr gut und ich bin sehr gespannt, welche Entwicklungen noch anstehen.

Was waren euere Highlights im Janaur? Gibt es ein Buch, dass euch so richtig überrascht hat.

Habt noch einen schönen Abend!

Alles Liebe

Maren