Ausgelesen & Angelesen | Februar 2018

Es ist kein Geheimnis, dass Zeit vergeht. Mal kommt es mir vor als ob sie schneller vergeht, mal habe ich das Gefühl sie schleicht nur so dahin. Fakt ist das alles ist Wahrnehmung. Das ist alles ist höchst subjektiv und genauso subjektiv ist die Betrachtung der gelesenen Bücher pro Monat. Manchen geht es dabei um Quantität. Manche haben ganz andere Kriterien. Mir ist das heute egal. Hier folgt also von mir für euch – in mehr oder weniger ausführlicher Form – mein Lesemonat Februar oder wie ich es nenne: Ausgelesen & Angelesen.

Los ging es, wenn ich mich richtig entsinne mit Olga von Bernhard Schlink (der Link führt euch zu meiner ausführlichen Meinung. Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen, aber gab einige Punkte, die mich persönlich gestört haben. Ich bin zum Beispiel nicht so richtig mit den Charakteren warm geworden und das ist schwierig für mich. Da kann das Buch nichts für, aber wenn die Conncetion fehlt. Das Buch war also für mich insgesamt wie Kaffee mit Milch. (Das entspricht 2/4 auf meiner neuen Bewertungsskala, die ihr gerne hier nachlesen könnt. Damit fühle ich mich wohler als mit der klassischen 5-Stufigen Bewertungsskala, denn ich habe einen Hang dazu mich nicht entscheiden zu können und nehme mir hiermit bewusst die Tendenz zur Mitte) Es fehlte für mich das gewisse Etwas – der Zucker – der das Buch zu etwas besonderem macht. Versteht mich nicht falsch ich habe es gerne gelesen.

Weiter ging es dann mit Wer ist B. Trafen von Torsten Seifert. Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde auf litnity gelesen und zur Verfügung gestellt bekommen. Ich habe mir ja vorgenommen das Konzept Leserunde zu testen und haben für mich schon einige Erkenntnisse gewonnen. Zum Beispiel, dass ich, um mich wirklich intensiv austauschen zu können, mehr Zeit brauche. In einer Woche mit viel Arbeit und noch mehr Terminen funktioniert das für mich nicht besonders gut. Zum Buch hatte ich im Lauf des letzten Jahren viele unterschiedliche Stimmen gehört. Die ausführliche Rezension folgt in den nächsten Tagen noch, aber kurz gesagt hat: das Buch hat mich nicht so wirklich begeistert. Das Konzept wirkte im erstem Moment toll, aber leider nahm die Geschichte nicht so Geschwindigkeit auf, wie ich mir das vorgestellt hatte. Gegen Ende hin wurde es etwas besser und das Ende war noch mal echt spannend, allerdings konnte das die ersten drei Viertel nicht so richtig ausgleichen.

Das letzte Buch, dass ich diesen Monat zu Ende gelesen habe ist Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky. Viele von euch haben es im letzten Jahr gelesen und der Hype stimmte mich skeptisch. In den letzten Monaten wurde mir dieses Buch von Menschen ans Herz gelegt, deren Meinung mir viel bedeutet und deren Lesegeschmack meinem sehr ähnelt. Und was soll ich sagen? Wow! Sehr sehr gut! Geschichte: Top! Sprache: Top! Lesegefühl: kaum in Worte zu fassen. Für mich auf jeden Fall das Buch im Februar, dass deinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. auch hier folgt meine ausführliche Meinung für die Rubrik Gelesen noch sobald ich Zeit dafür finde.

In Die Seiten der Welt habe ich im Januar schon gelesen und auch im Februar lese ich immer wieder eines der Kapitel aus diesem Buch. Ich weiß, dass es ein Kinder- und Jugendbuch ist, aber ich finde es wirklich schön und gerade als Lektüre vor dem Einschlafen ist es wunderbar.

Literatur zum Mitnehmen! Ist ein super interessantes Format. Die Frage ist:Was wäre, wenn …? Welches aufwändige, kunstvoll benannte Getränk würde ihr Lieblingsautor bei Starbucks am Tresen bestellen? Wie viele Caramel Macchiato würde J.K. Rowling wohl vertragen? Und würde Agatha Christie lautstark auf entkoffeiniert bestehen? Wäre ein schlichter Milchkaffee ausreichend satirisch-fantastisch für einen Terry Pratchett? Und was passiert, wenn Anna Karenina neben James Bond an der Bar wartet, gerade als Hemingway sich von hinten vordrängelt, um einen Espresso mit Schuss zu ordern? In fabelhaften kleinen Episoden gibt »Literatur zum Mitnehmen!« Antworten auf diese und andere Fragen. Der schönste Pausenfüller für alle Bücherwürmer mit Spaß an aufgeschäumtem Humor. Garniert mit Zeichnungen des bekannten New Yorker-Cartoonisten Harry Bliss. Im Stil von verschiedenen Autoren werden in kurzen Abschnitten Begegnungen in einem modernen Kaffee beschrieben. Ich hätte mir gewünscht das manche Abschnitte etwas länger wäre, aber insgesamt ist das Buch super inspirierend und führt bei intensiver Betrachtung dazu, dass noch einige weitere Bücher auf meine Leseliste wandern. Amüsante Lektüre für zwischendurch und schön zum immer wieder mal reinlesen.

Kaum zu glauben: Das Kalzium in unseren Knochen stammt aus der Explosion von Sternen. Es ist unmöglich, eine Benzinlache mit einer hineingeworfenen Zigarette zu entzünden. Bei Ikea sind Stühle und Schreibtische nach Männern benannt, Stoffe und Gardinen jedoch nach Frauen. – Von der Fangemeinde sehnsüchtig erwartet, liefert NEON in der Kultrubrik »Unnützes Wissen« monatlich 20 amüsante und verblüffende Fakten. Und auch in Buchform ist das Unnütze Wissen ein Megaerfolg – zum Schmunzeln, Nachdenken, Weitererzählen! Ich habe ja eine große Schwäche für alle Arten von Wissen und unnützes Wissen macht da keine Ausnahme. Band 6 dieser Reihe ist der erste den ich tatsächlich näher betrachtet habe und ich liebe es immer wieder rein zu lesen. Tolles Format!

Das war also mein Februar. Mit Höhen und Tiefen. Mehr als einmal sind mir beim Lesen die Augen zugefallen, mehr als einmal habe mir gewünscht mein Kopf wäre aufnahmefähiger nach einem langen Arbeitstag. Aber so ist das nunmal im Leben.

Jetzt bist du dran! Was waren deine Highlights im Februar und von welchen Büchern würdest du eher Abstand nehmen?

Ich wüsche euch einen schönen Abend!

Maren