Fast genial.

Drei junge Menschen.

Ein Road Trip.

Worum geht es?

Die unglaubliche, aber wahre Geschichte über einen mittellosen Jungen aus dem Trailerpark, der eines Tages erfährt, dass sein ihm unbekannter Vater ein Genie ist, und sich auf die Suche nach ihm macht das Abenteuer seines Lebens.

Und sonst so?

Erinnert ihr euch an ‚Tschick‘? Das war ja auch so eine Road Trip Geschichte über ein paar Teenager, die sich auf den Weg wohin gemacht haben. Die Grundidee ist hier ganz ähnlich, wobei ich finde, dass das was den Protagonisten hier antreibt ein durchaus interessanter Antrieb ist. Oder was würdest du machen, wenn du erfährst, dass dein unbekannter Vater ein Genie ist. Wenn du erfährst, dass du Teil eines Experimentes warst, aus dem haufenweise Genies entstehen sollte? Und du doch ganz genau weißt, dass du genau das nicht geworden bist.

Was macht das mit einem jungen Menschen, wenn er sich auf die Suche nach seinem Ursprung begibt? Ich will mit dir ehrlich sein. Teenager sein. Das ist alles andere als einfach. Und sicher erinnerst du dich daran, wie schwierig das für dich war. Ganz egal wo du herkommst und wie deine Familie so ist. Das ist einfach eine ätzende Zeit. Rausfinden wer du bist und wo du hin willst? Freunde, die dich maßgeblich beeinflussen. Bewusst oder unbewusst. Die erste große oder nicht so große Liebe. Und mitten drin du. Und du weißt es einfach nicht. Du kommst nicht mal mit dir selbst klar. Wie sollst du dann mit der Welt klar kommen. Ich finde das wird in diesem Buch so gut eingefangen.

Sein Kopf war voller Geräusche und Empfindungen und gleichzeitig einfach nur leer.

Fast genial – Benedict Wells (S.90)

Ich bin jetzt Mitte 20. Da sollte ich doch allmählich mal ankommen, aber das passiert eben auch nicht. Ich fühle mich heute anders als mit 16, aber im Prinzip gibt es doch heute wie gestern große Themen, die in meinem Kopf herumfliegen und mich nicht zur Ruhe kommen lassen.

Da frage ich mich dann auch schon mal, ob sich denn überhaupt etwas verändert hat in den letzten 10 Jahren. Und ja verdammt! Hat es! Ich habe so einiges erreicht. Ich möchte meiner Grundschullehrerin sagen, dass ich nicht zu zart fürs Gymnasium bin. Ich möchte meiner Deutschlehrerin aus der fünften Klasse sagen, dass ich eine Verbindung zu den Wörtern in mir gefunden habe. Eine Stimme für das, was in mir schlummert. Meine Stimme. Und hey: Ich rocke meinen Job. Eine Frau in der Automobilbranche. Ich liebe den Kick, das Adrenalin, die Verhandlungen mit großen Playern.

Nicht alles wird gut. Auch ein Learning der letzten Jahre. Dachte ich, dass Freundschaften gibt, die ein Leben lang halten. Von vielen ist schon jetzt kaum mehr etwas übrig. Menschen, die so viel Platz in meinem Herz eingenommen haben. Ich dachte ohne sie wäre mein Leben eine leere Hülle. Ist aber nicht so. Lass mal gehen, was uns nicht gut tut.

Nur fast gewonnen zu haben tut am meisten weh.

Fast genial – Benedict Wells (S.133)

Was am Ende bleibt:

Ich habe dieses Buch gerne gelesen.

Sprachliche Finessen blieben in meinen Augen eher aus.

Was bleibt ist eine Bilanz für mich. Mal zurückblicken auf die letzten 10 Jahre. Mal anschauen wo ich jetzt stehe. Lächeln, weil so viel sich verändert hat. Mal zum Besseren, mal zum Schlechteren. Und an so viele Veränderungen kann ich kein Label pappen, weil ich noch keine Ahnung habe, was daraus werden wird. Wird schon werden. Irgendwas.

Posted by:marenzurek

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