Gelesen | Die Geschichte des Wassers – Maja Lunde

In nannte meine Welt Erde, aber ich dachte eigentlich müsste sie Wasser heißen. – Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser.

Soweit der Klappentext zu einem Buch auf das ich seit „Die Geschichte der Bienen“ mehr als sehnsüchtig gewartet habe. Schon allein das Layout weckt meine Erinnerung an das Buch, das mich letztes Jahr so sehr in seinen Bann gezogen und mich bis heute nicht losgelassen hat.

Letztes Jahr die Bienen und nun dieses Jahr das Wasser. Beides sind Themen, die unsere Umwelt betreffen und beides sind Themen, die es wert sind angesprochen zu werden. Die Bienen und das Wasser – beide sind bedroht durch das was wir Menschen mit unserer Umwelt anstellen ohne Rücksicht auf sie zu nehmen.

In geübter Manier verwebt die Autorin die Schicksale aus zwei Zeiten miteinander. In Norwegen im Jahr 2017 lernen wir aus der Sicht einer in die Jahre gekommenen Umweltaktivistin über den Ist-Zustand und darüber wie sich die Situation in den letzten Jahrzehnten immer weiter verschärft hat. Der zweite Handlungsstrang ist im Jahr 2041 angesiedelt. In dieser Zeit sind die Menschen aus Südeuropa gezwungen aufgrund einer großen Dürre in Richtung Norden zu fliehen. Hier begleitet der Leser David und seine Tochter Lou auf der Flucht in Richtung Norden.

Ich habe dieses Buch super gerne gelesen, dennoch hinterließ es in mir nicht annähernd einen ähnlichen Eindruck wie „Die Geschichte der Bienen“. Ich denke das liegt an zwei Gründen. Erstens habe ich mich in der Vergangenheit bereits deutlich intensiver mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt, entsprechend war der Lerneffekt und auch der Eindruck den das Buch bei mir hinterließ nicht annähernd so groß, denn „Die Geschichte der Bienen“ brachte für mich einige neue fundamentale Erkenntnisse mit sich. Der zweite Grund ist, dass der gesamte Aufbau des Buches sehr an die Lektüre von letztem Jahr erinnert und ich somit darauf eingestellt war, dass die beiden Handlungsstränge gegen Ende des Buches auf irgendeine Art und Weise zusammenlaufen würden.

Maja Lunde verfasst ganz wunderbare Bücher zu Themen, die es mehr als verdienen auf diese Art und Weise mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Ich genieße ihren wunderbaren und durchdachten Schreibstil sehr.

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