Gelesen|Die Schlange von Essex – Sarah Perry

Kennst du das, wenn man Menschen sympathisch findet, weil sie viele Bücher gut finden, die du auch gut findest? Wenn du merkst, dass die Tipps von diesen Personen meistens ins Schwarze treffen? Ich habe auf Instagram einige von Ihnen kennengelernt und dies ist ein Buch, das einer solchen Empfehlung zu Folge bei mir eingezogen ist. Noch dazu durfte ich es als Rezensionsexemplar von litnity.com erhalten.

litnity ist eine Literatur-Community in der Beta-Phase für alle, die gerne lesen und sich vom Austausch mit anderen Lesern immer wieder aufs Neue inspirieren lassen. Schaut gerne mal dort vorbei, ich finde es eine interessante Plattform und bin gespannt wie sie sich weiterentwickeln wird!

Jetzt aber schnell zurück zum Buch. Die Schlange von Essex habe ich schon letztes Jahr gelesen und nun möchte ich euch ein paar meiner Gedanken darüber mitteilen. Eigentlich ist es ein bisschen schwierig darüber zu schreiben, obwohl es doch schon eine Weile her ist. Und eigentlich ist es auch ein bisschen leichter darüber zu schreiben, weil es schon eine Weile her ist. Ich wünschte ich könnte den richtigen Abstand zwischen beenden eines Buches und dem perfekten Moment zum niederschreiben  meiner Gedanken dazu kennen. Das ist aber auch nicht schlimm, denn es ist eben so und das ist auch nicht zu ändern.IMG_3213

Jetzt aber wirklich zurück zum Buch. Beim Lesen des Buches hat sich in mir der Wunsch verstärkt wieder einmal Richtung Irland, Schottland oder England zu reisen. Und so wird es dieses Jahr auch kommen, denn auch wenn noch nichts gebucht ist, werde ich dieses Jahr nach Schottland reisen. Die Beschreibungen der Landschaft lassen die Umgebung in der die Geschichte spielt in meiner Fantasie lebendig werden.

Die Sprache ist wirkt poetisch und alt, sie erinnert mich ein bisschen an Jane Austen oder Emily Brontë, deren Schreibstil ich sehr gerne mag. Ich wusste nicht genau was mich erwarten würde und habe eine Weile gebraucht mich in die Zeit, die Sprache und die Geschichte hineinzuversetzen. Als dann der Funke übersprang konnte ich gar nicht mehr aufhören darin zu lesen. Das führte dazu, dass ich an einem Mittwoch bis halb zwei Uhr nachts las und es am Donnerstag nur müdigkeitsbedingt bereute, denn die Geschichte lies mich bis zu Ihrem Ende nicht mehr los.

Der Aufhänger der Geschichte ist das Mysterium um die Schlange von Essex, doch wer denkt, dass dieses Rätsel im Zentrum der Geschichte steht liegt falsch. Viel mehr geht es um die Menschen im Umfeld dieses Mysteriums, insbesondere um die Witwe Cora Seaborne. Sie scheint wie aus der Zeit gefallen, interessiert sich für Wissenschaft und ist selbstbestimmter als man es in dieser Zeit erwartet. Sie lernt einen Landpfarrer kennen und die Diskussionen zwischen den beiden sind ganz wunderbar zu lesen. So unterschiedlich sie sind, so sehr fühlen sie sich doch zueinander hingezogen.

Das Buch lebt nicht von Geschwindigkeit, sondern viel mehr von der Schönheit der Sprache, den Begegnungen zwischen verschiedensten Personen und den Briefwechseln, die mir sehr gut gefallen haben. Und über allem schwebt das Mysterium über die Schlange von Essex, das so manchen in den Wahnsinn zu treiben scheint.

Insgesamt bewerte ich das Buch wie Kaffee mit Milch und Zucker (3 von 4 Bewertungseinheiten, nachzulesen hier)

 

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